Integration

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Ich selbst bin als Kind aus der damaligen UdSSR eingewandert und habe den politischen und gesellschaftlichen Umbruch miterlebt. Mir wurde von Beginn an mitgegeben, fleißig, lernbereit und engagiert zu sein. Dies gilt für mich bis heute und sollte für jeden gellten, der in unser Land einwandert oder zu Gast ist.

Integration kann nur dann gelingen, wenn klare Regeln gesetzt werden. Hierzu gehört, das Anerkennen der in unserem Land geltenden Rechtsordnung. Parallele Rechts- und Ordnungsstrukturen können wir nicht akzeptieren, wenn wir Parallelgesellschaften vermeiden wollen. Ebenso gilt es, unsere Werteordnung zu akzeptieren, die durch unsere Geschichte geprägt ist. Der Respekt gegenüber Frauen und Lebensformen, die nicht dem klassischen Familienbild entsprechen, muss selbstverständlich sein und steht nicht zur Disposition.

Erfolgskriterium ist, dass wir unsere Werte entsprechend vermitteln. Schulen, Hochschulen, andere Bildungsträger und Arbeitgeber stehen hier ebenso in der Verantwortung, wie die Religionsgemeinschaften.

Bevorzugt sollten Flüchtlinge daher nur in kleineren Gruppen und in bestehenden funktionierenden sozialen Räumen angesiedelt werden. Die Schaffung von reinen Flüchtlingswohnsiedlungen am Stadtrand ist kontraproduktiv. Bei der Schaffung von Unterkünften sind vor Ort tätige Vereine, Religionsgemeinschaften und Sozialprojekte einzubeziehen, um die Planung von Anfang an unter dem Aspekt der Integration der neuen Bewohner zu realisieren.

Integration kann nur gelingen, wenn wir schnellstmögliche Teilhabe an Bildung und Arbeitsleben ermöglichen, denn unsere Werte müssen für jeden Neuankömmling erlebbar sein. Dieser Aufgabe stelle ich mich jeden Tag.