Vielfältiges und durchlässiges Bildungsangebot ausbauen und Gymnasien stärken

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Berlin ist eine Stadt der Vielfalt. Diese Vielfalt ergibt sich aus den unterschiedlichen sozialen Herkünften der Menschen, die in dieser Stadt leben. Mein Schwerpunktthema, die Bildungspolitik, muss dieser Tatsache Rechnung tragen.

Im Rahmen meiner Tätigkeit als Lehrerin und während meiner Laufbahnausbildung habe ich sowohl an konfessionellen Privatgymnasien als auch an staatlichen Gymnasien und Oberstufenzentren praktische Erfahrungen mit Lernenden aus allen sozialen und kulturellen Herkünften gesammelt. Es wäre nach meinen persönlichen und fachlichen Erfahrungen falsch, den Schülerinnen und Schülern in unserer Stadt ein starres Bildungskorsett zu verordnen. Jedes Kind ist einzigartig und ausgehend von seinen Fähig- und Fertigkeiten nicht gleich und sollte entsprechend seiner individuellen Möglichkeiten bestmöglich gefördert und gefordert werden. Eine Einheitsschule kann diesem Anspruch nicht vollumfänglich leisten. Es muss eine Vielfalt der Schulformen und Bildungswegen geben, die den jungen Menschen vielfältige Berufs- und Lebenswege eröffnen.

Das Gymnasium ist eine Schulform für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler und ist deshalb gleichermaßen zu stärken wie die Integrierte Sekundarschule (ISS). Zudem haben sich die Gymnasien als Schulform bewährt. Gymnasien sind eine unverzichtbare Schulform, die von vielen Kindern in dieser Stadt in Anspruch genommen wird. Dies gilt insbesondere für Schülerinnen und Schüler mit hoher Sprachkompetenz, abstraktem Denkvermögen und hoher Leistungsorientierung. Als primäres Ziel verfolgen die Gymnasien die Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf ein Hochschulstudium.

Unabhängig von der sozialen Herkunft und der finanziellen Situation der Eltern muss für jeden Lernenden die Möglichkeit bestehen, einen Schulabschluss zu erwerben, der den Besuch einer Hochschule ermöglicht.